Wann sollte man Aminosäuren am besten einnehmen?

Aminosäuren und Proteine sind gegenwärtig in aller Munde. Auf dem Markt sind dementsprechend unzählige Produkte, welche als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Doch was genau sind denn überhaupt Proteine und ihre Bestandteile? Welche sind für uns relevant und wann und wie sollten diese eingenommen werden? Im folgenden Artikel soll unter anderem auf diese Fragen eingegangen werden.

 

Funktionen

Aminosäuren, als Vorstufen des Proteins, sind ein essentieller Bestandteil der täglichen Nahrung. Ohne Proteine kann unser Körper viele Strukturen gar nicht erst bilden. Diese Säuren sind also wesentliche Bausteine von Muskeln, Organen, Haut und Haaren.
Außerdem sind sie auch von großer Bedeutung bei der Herstellung von Enzymen, Hormonen und Neurotransmittern. Sie sind außerdem unabdingbar für fast alle Stoffwechselprozesse welche täglich innerhalb des Körpers geschehen. Damit sind sie zentral, nicht nur für den Aufbau, sondern auch für viele Funktionen des menschlichen Körpers.

Sogar Antikörper, welche essentiell für eine gut funktionierende Immunabwehr sind, bestehen aus diesen Säuren. Ohne genügend Proteine funktioniert dementsprechend auch das Immunsystem nicht optimal.

 

Welche sind für den Körper relevant?

Von den insgesamt mehr als 200 existierenden Aminosäuren, sind aber nur 22 davon für uns relevant, im Sinne davon, dass sie in der Lage sind, im menschlichen Körper Proteine zu bilden. Diese werden wiederum aufgeteilt in essentielle, semi-essentielle und nicht essentielle Proteineteilchen:

Die Essentiellen Aminosäuren vom Körper nicht selber hergestellt werden und müssen somit in genau der richtigen Form über die Nahrung aufgenommen werden. Diese sind:

  • L-Phenylalanin
  • L-Threonin
  • L-Lysin
  • L-Methionin
  • L-Tryptophan
  • L-Valin
  • L-Isoleucin
  • L-Leucin

Die Semi-essentiellen können zwar durchaus vom Körper selbst hergestellt werden, jedoch profitiert er davon, wenn sie doch auch noch teilweise über die Nahrung zugeführt werden. Semi-essentielle Aminosäuren sind:

  • L-Arginin
  • L-Tyrosin
  • L-Cystein
  • L-Histidin

Die nicht essentiellen Proteine schließlich, können vom Körper ohne Probleme selbst hergestellt werden. Bedingung dazu ist aber natürlich eine genügend hohe Proteinversorgung im Allgemeinen, damit der Körper auch genügend Bausteine zur Produktionen dieser nicht essentiellen Aminosäuren kriegt.
Die nicht essentiellen Säuren sind denn:

  • L-Asparagin
  • L-Alanin
  • Glycin
  • Prolin
  • Serin
  • Asparaginsäure
  • L-Glutamin
  • Glutaminsäure

 

Wann machen entsprechende Nahrungsergänzungen Sinn?

Proteine und ihre Bausteine finden sich natürlicherweise in vielen Nahrungsmitteln, tierischer, sowie pflanzlicher Herkunft. Oft genügt darum eine ausgewogene und gesunde Ernährung um auch den Bedarf von Protein zu decken. Wenn jedoch der Bedarf erhöht ist, gerade zum Beispiel bei Sportlern aus dem Bereich Fitness, Kraftsport oder Bodybuilding, oder auch einfach bei einem Muskelaufbau-Training, können Nahrungsergänzungsmittel auf Aminosäurenbasis durchaus Sinn machen.

 

Wie dosiere ich mein Aminosäuren-Ersatzprodukt?

Es gibt viele verschiedene Produkte auf dem Markt. Die kommen zum Teil mit ganz individuellen Einnahmeempfehlungen.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass es Sinn macht, die Mittel etwa eine halbe Stunde vor, oder auch nach dem Training einzunehmen. Bei stark erhöhtem Bedarf können die Säuren auch schon dem Shake am Morgen zugeführt werden.

Da es sich bei Aminosäuren um wichtige und essentielle Bestandteile des Körpers handelt, sind auch Nebenwirkungen dementsprechend selten.
Wichtig ist es zu beachten, dass wenn sich doch Nebenwirkungen zeigen, es angebracht ist, eine Pause einzulegen, insbesondere wenn die Säuren täglich eingenommen wurden. Wenn sich zum Beispiel der Stuhl dauerhaft verändert, sollten dem Körper einige Tage gegeben werden, um die Darmflora wieder zu regulieren.

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